Archiv

 

Unter dieser Rubrik veröffentliche ich Zeitungsartikel und Internetberichte. Diese sind dann meistens Vorberichte vor wichtigen Wettkämpfen, oder sie informieren über Wettkämpfe von mir oder meinem Team.

Gelungener Start in den Deutschland Cup

(mm) Guter Auftakt für die TriAs-Jungen beim Deutschland-Cup. In Halle/Saale gingen in diesem Jahr mit Lars Kaiser, Florian und Arne Braumann (Junioren) sowie Jan-Luca Mölling (Jugend A) vier Hildesheimer an den Start. Jan-Luca Mölling erzielte dabei seine bisher beste Platzierung bei einem deutschlandweiten Wettkampf, kam als 12. von 60 Teilnehmern ins Ziel und punktete damit erstmals für die Gesamtwertung.

Als Sechster verließ er nach der Schwimmstrecke von 750 Metern den Osendorfer See, wechselte auf die 20 Kilometer lange Radstrecke und führte das Verfolgerfeld hinter einer vierköpfigen Spitzengruppe an. Schon in der ersten Runde schloss der knapp 15 Mann starke Tross zur Spitze auf, Jan-Luca wurde zwischendurch als Zweiter gelistet, ließ sich dann aber aus dem Wind in die Radgruppe zurückfallen und stieg als Neunter vom Rad. Durch einen langsamen Wechsel verlor er dann noch drei Plätze in der Wechselzone, ging als Zwölftplatzierter auf die fünf Kilometer lange Schluss-Distanz und konnte zum ersten Mal bei einem großen Triathlon seinen Laufplatz bis ins Ziel halten. Hinter dem Lehrter Justus Nieschlag wurde er damit zweitbester Niedersachse und sammelte in seiner zweiten Deutschland-Cup-Saison erstmals fünf Punkte.

Auf Platz 22 von 44 Teilnehmern in der Juniorenwertung landete Arne Braumann, der gemeinsam mit seinem Bruder Florian und Lars Kaiser schlecht aus dem Wasser kam und das Feld während der Radstrecke regelrecht von hinten aufrollen musste. Fast zeitgleich mit seinem Vereinskollegen Lars saß er dann in einer größeren Radgruppe fest, die es trotz hohen Tempos nicht mehr schaffte, zu den ersten 20 aufzuschließen. Eine starke Laufleistung sicherte Arne dann die beste Junioren-Platzierung aus Hildesheimer Sicht, Lars kam mit 50 Sekunden Rückstand auf ihn als 26. ins Ziel. Florian Braumann schaffte allergiebedingt schon beim Radfahren nicht mehr den Anschluss musste dann auf der letzten Runde der Laufstrecke ganz aufgeben.

Die Split-Ergebnisse der vier TriAs-Teilnehmer:

Jan-Luca Mölling:Schwimmen: 10:51; Radfahren 28:19; Laufen:17:42; 0:56,52;

Arne Braumann: Schwimmen: 11:45; Radfahren: 27:27; Laufen: 18:03; Gesamt: 0:57,15;

Lars Kaiser: Schwimmen: 11:45; Radfahren: 27:26; Laufen: 18:53; Gesamt: 0:58,04;

Florian Braumann: Schwimmen: 11:55; Radfahren:29,08.

Für das TrIAs-Quartett geht es beim Deutschland-Cup in zwei Wochen in Flensburg weiter. In den Sommerferien steht dann noch ein Rennen in Braunschweig an, zum Schluss geht es dann zu den Deutschen Jugend- und Juniorenmeisterschaften in das saarländische Merzig, wo die Meisterschaftsergebnisse ebenfalls in die Cup-Wertung einfließen.

Hildesheimer Triathleten starten in die 2. Liga

Die Triathleten von TriAs Hildesheim starten am 30. Mai in ihre zweite Saison der 2. Triathlon-Bundesliga. Im vergangenen Jahr hatte das junge Team mit dem fünften Platz auf sich aufmerksam gemacht und die Erwartungen voll erfüllt. Jetzt soll es noch etwas weiter nach oben gehen.

Während manche Athleten sogar mit dem Aufstieg liebäugeln, warnt Martin Gyöngyösi vor zu hohen Erwartungen. „Die Liga wird noch stärker sein als letztes Jahr“, prophezeit der Laufspezialist. Eine Prognose für den ersten Wettkampf in Lüdenscheid/Herrscheid ist daher schwierig. Doch die achtköpfige Mannschaft blickt zuversichtlich in die Zukunft, da die Ergebnisse während der Vorbereitung meist sehr gut waren. Am Wochenende werden Jan Bruns, Philipp Gehlen, Alexander Klatt, Martin Gyöngyösi und Jan-Luca Mölling für TriAs an der Startline in Lüdenscheid/Herrscheid stehen.

TriAs-Express dominiert in Adlum

Der „TriAs-Express“ bestimmte das sportliche Geschehen
beim 8. Abendlauf in Adlum an der Spitze der beiden Hauptrennen. Fünf
junge Triathleten aus Hildesheim belegten über 5,2km die ersten fünf Plätze.
Auch das Rennen über 10,4km gewann mit dem 50-jährigen Norbert Hartmann
ein Triathlet. Mit 285 Teilnehmern an den drei angebotenen Distanzen 2,6km,
5,2km und 10,4km verzeichnete der Adlumer Abendlauf ein neues Rekordergebnis.
Hinzu kam noch die aufgeregte Schar der jüngsten Läuferinnen und
Läufer beim so genannten Schnupperlauf. Mit 156 Teilnehmern war der Lauf
über 5,2km am besten besetzt – und das nicht nur quantitativ, sondern auch
qualitativ. Denn was die fünf Läufer von TriAs Hildesheim da an der Spitze
des Rennens ablieferten, war bester Wettkampfsport. Jan Bruns setzte sich
am Ende gegen seine Mannschaftskameraden Hauke Krämer, Philipp Gehlen,
Jan-Luca Mölling und Arne Braumann durch. „Mein Ziel war es heute, zu gewinnen
und die Adlumer Stimmung zu genießen“, sagte Jan Bruns nach dem
Zieleinlauf im gut besetzten „Hexenkessel“. Schon am nächsten Tag wolle er bei
einem Volkstriathlon in Hameln starten. Für einen Einstieg in die Triathlonsaison
brauche er diese Vorbelastung, ergänzte er. [...] Die Zeit von 40:36 Minuten reichte
Norbert Hartmann zum Sieg über die lange Strecke, an der 71 Läuferinnen
und Läufer teilnahmen. Zweiter wurde mit Reinhard Meyer vom TuS Hasede
ein Läufer, der wie Hartmann ebenfalls bereits 50 Jahre alt ist.
Ein wahres Sprintduell um den dritten Rang lieferten sich bis auf den allerletzten
Meter in der engen Zielschleuse Alexander Brammer (MTV Adlum) und
Ralf Scharte (Eintracht Hildesheim). Sieger Norbert Hartmann sah das Rennen
als willkommene Vorbereitung auf den bevorstehenden Ironman-Triathlon
in Frankfurt an. Er freute sich besonders, in Adlum
seinen alten Laufkameraden und Abendlauf-Organisator Oliver Schramm
wieder zu sehen. „Oliver und ich sind vor 15 Jahren in Frankfurt gemeinsam
unseren ersten Marathon gelaufen“, erinnerte sich Hartmann. TriAs-Betreuer
Achim Schattmann war von Hartmanns Leistung überrascht: „Ein toller Erfolg
für ihn.“ Wie bei den Männern, waren auch bei
den Frauen die Zeiten über die 10,4km- Distanz schwächer als im Vorjahr. Erste
im Ziel war Ina Sauer aus Machtsum vor der Leichtathletin Dagmar Vogel aus
Borsum.

Horst Wittmershaus gewinnt den 8. Solarlux-Triathlon in Bissendorf/Osnabrück

Der Solarlux-Triathlon in Bissendorf (Landkreis Osnabrück), auch als "Sonnensee-Triathlon" bekannt, erlebte in seiner 8.
Auflage nicht nur einen neuen Teilnehmerrekord mit 650 Startern sondern mit Horst Wittmershaus vom SC Weyhe auch
einen hochkarätigen Sieger. Den 650m-Schwimmkurs in M-Form verließ noch der erst 16 Jahre alte Arne Braumann von
den TriAs Hildesheim in 7:22 Minuten als schnellster Schwimmer. Auf dem sich anschließenden, aufgrund einer Änderung
in der Straßenverkehrsordnung (März 2008) von der Straßenverkehrsbehörde auf 10 Kilometer verkürzten, zweimal zu
fahrenden Rundkurs von insgesamt 22,8 km Länge (incl. An- und Abfahrt) hatte der frischgebackene Landesmeister über
die Mitteldistanz als starker Radfahrer mit 34:16 Minuten eindeutig die Nase vorn und gab die Führung auf dem sehr
anspruchsvollen Laufkurs rund um den Werscher Berg nicht wieder ab (18:19 Minuten). Die Endzeit des Leistungsträgers
im SC Weyhe-Team der niedersächsischen Landesliga (Augath-Tour) lautete 1:00:46 Stunden, auf Platz 2 mit deutlichen

1:48 Minuten Rückstand landete der Streckenrekordinhaber von 2007, Heiko Lewanzik vom Stiebel Eltron Team
Obergünzburg. Platz 3 ging an die niedersächsische Triathlonlegende Klaus Eckstein vom LC Nordhorn mit 1:50 Minuten
Rückstand auf den Sieger.
Im Damenrennen setzte sich mit 1:08:06 Stunden Ilona Pfeiffer vom Triathlon-Team Dissen gegen Kerstin Lüken von der
LG Emden (1:08:37 Stunden) durch. Den dritten Platz eroberte sich die Vereinskollegin Katharina Huber (Emder LG) mit
1:14:07 Stunden.
Die Tageswertung bei der dritten Station (von fünf) der sehr beliebten Landesliga Niedersachsen, auch Augath-Tour
genannt, sicherte sich überraschend das Team von den "VSK Osterholz Moor RacerŽn", Platz zwei ging an die Youngster
der "Junioren96triathlon.de" und der dritte Platz an den bis dato ungeschlagenen SC Weyhe. In der Zwischenwertung
wird dem SC Weyhe bisher kein Team wirklich gefährlich.

Bei den Damen liegen wie gewohnt die "TSV Schwarme Ladies" deutlich vorne, gefolgt von der "Startgemeinschaft
Braunschschweig/Peine" und den "96triathlon.de Frauen". Im Moment führen in der Zwischenwertung die Damen des
TSV Schwarme unangefochten.

Sehr umfangreich war auch das Rahmenprogramm des sehr familiären, aber sportlich gesehen hochkarätigen Triathlons im
Osnabrücker Raum. So gab es eine Tombola des Finanzdienstleisters MLP zugunsten der Kinder- und Jugendhilfe St.
Johann mit einer Nintendo Wii-Station als Hauptpreis. Weitere sportliche Wettbewerbe wie Staffeln, ein Duathlons sowie
der sehr schön gemachte Swim&Run für Schüler rundeten die wieder einmal top von dem Team um Hermann Hagedorn
organisierte Veranstaltung der TSG Burg Gretesch ab.

Ein kleiner Wermutstropfen ist jedoch die immer deutlicher werdenden Auflagen der genehmigenden Behörden für unseren
Sport, welche sich auf eine Änderung im Straßenverkehrsgesetzes vom März 2008 und den damit verbundenen
Verwaltungsvorschriften bezieht. Danach sind die bisherigen "Wald- und Wiesen-Triathlon" ohne komplett abgesperrte
Straßen, die mit ca. 95 % die Mehrheit ausmachen, Vergangenheit da Triathlonveranstaltungen als Radrennen eingestuft
werden und nur noch auf kurzen, polizeilich abgesperrten Strecken zu genehmigen sind. In diesem Jahr sind dem
Triathlon Verband Niedersachsen mit Bad Bodenteich, Lohne und Bissendorf gleich drei Veranstaltungen bekannt, die
ihre Radstrecke deutlich verändern mussten was teilweise auch zu einer Verdichtung auf der Radstrecke führte. Ausrichter
mit ähnlichen Problemen sollten umgehend Kontakt zu ihrem Landesverband aufnehmen, in Niedersachsen zu Markus
Kleinostendarp, Vizepräsident Öffentlichkeitsarbeit.

Zehn „Tri-Asse“ für Hildesheim

Hildesheim. Das große Geld kann man als Triathlet nicht verdienen. Es sei denn, man wird Olympiasieger wie der Deutsche Jan Frodeno jüngst in Peking. Oder man gewinnt den berühmten Ironman auf Hawaii. Der Sieger dort streicht satte 100 000 Euro ein.
Von solchen Summen können die Triathleten von TriAs Hildesheim nur träumen. Sie starten in der 2. Liga und haben diese Saison mit einem beachtlichen fünften Platz unter 16 Teams abgeschlossen. Dafür gab es 600 Euro. Wohlgemerkt für die gesamte Mannschaft.
„Wir werden uns mit dem Geld einen schönen Abend machen“, sagt TriAs-Coach Kai Feldmann. Den haben sich Jan Bruns, Philipp Gehlen, Martin Gyöngyösi, Alexander Klatt und Lars Kaiser sowie die Ersatzleute Thomas Dreißigacker, Jan-Luca Mölling und Konstantin Kniese allemal verdient.
Geld kann also kaum der Antrieb für die Hildesheimer Triathleten sein. Was ist es dann? „Natürlich der sportliche Erfolg und die Fortschritte jedes einzelnen Athleten“, sagt Feldmann. Die Erfolge können sich sehen lassen. Gleich zweimal hintereinandder sind sie aufgestiegen. 2006 gelang der Sprung in die Regionalliga, ein Jahr später ging es rauf in die 2. Liga, wo – wie gesagt – auf Anhieb Rang fünf gelang. „Darauf können wir stolz sein“, sagt Feldmann, der mittelfristig sogar mit der 1. Liga liebäugelt.
Ganz abwegig ist das nicht, denn TriAs hat eine Truppe mit Perspektive beisammen. Das Durchschnittsalter liegt unter 20 Jahren, die „Oldies“ im Team sind Thomas Dreißigacker und Konstantin Kniese. Beide sind 21. „Alle Aktiven sind entwicklungsfähig und haben ihre Leistungsgrenze noch nicht erreicht“, erklärt Feldmann. Das gilt insbesondere für die Youngster Arne und Florian Braumann (beide 17) sowie Jan-Luca Mölling (16). Letzterer kam sogar schon im Zweitligateam zum Einsatz.
Hannover, Schwerin, Grimma, Gelsenkirchen und Witten – das waren die Wettkampfstationen der Zweitliga-Saison. Die beste Platzierung schafften die Hildesheimer in Schwerin. Dort wurden sie Zweiter. Außerdem sprangen die Plätze 6, 13, 7 und 4 heraus. Damit lag TriAs vor so starken Mannschaften wie Bayer 05 Uerdingen, TV Lemgo und SSC Berlin sowie nur ein Pünktchen hinter dem viertplatzierten VfL Wolfsburg. Dominiert wurde die Liga von den Wittener Teams ASICS und PV Triathlon.
Die meisten Punkte für TriAs sammelte Jan Bruns. „Er ist unser komplettester Mann“, urteilt Feldmann. „Jan bringt in allen drei Disziplinen konstant gute Leistungen.“ In der 2. Liga wird entweder die klassische Distanz (750 m Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) oder auch die olympische Strecke (1500, 40, 10) absolviert. Von fünf Startern müssen jeweils mindestens vier das Ziel erreichen.
Feldmann kennt seine Pappenheimer ganz genau: „Insgesamt stimmt die Mischung, aber Verbesserungsmöglichkeiten gibt es natürlich immer.“ Klatt und Gyönyösi seien gute Läufer, müssten sich im Schwimmen aber noch verbessern. Gehlens Paradedisziplin sei das Radfahren, Kaiser müsse beim Laufen noch zulegen.
Mit dem Schwimmen sei das ohnehin so eine Sache. „Es fehlt uns an Trainingszeiten“, erklärt Feldmann. So müssten die Schüler A und B auf einer 16-Meter-Bahn in Himmelsthür trainieren. Für Kinder ab acht Jahren stehe erst ab 19 Uhr eine Bahn zur Verfügung. „Wir kämpfen um mehr Zeiten, haben gegen die Schwimmer von VfV und EVI aber einen schweren Stand.“
So sei bei TriAs mit derzeit rund 135 Mitgliedern die Kapazitätsgrenze eigentlich erreicht. „Trotzdem schlagen wir aber niemandem die Tür vor der Nase zu“, beteuert der Coach. So beteiligt sich TriAs regelmäßig am Olympia-Camp. „Wir wollen für unseren schönen Sport werben, und die Resonanz ist gut“, sagt Feldmann.
Im Gegensatz zum Schwimmen finden die Vereinsmitglieder im Laufen und Radfahren gute Bedingungen vor. „Mit dem VfV und RSC Hildesheim teilen wir uns die Radrennbahn, der TuS Grün-Weiß Himmelsthür stellt uns seine Laufbahn zur Verfügung. Das klappt hervorragend“, freut sich Feldmann.
Ein Höhepunkt im Hildesheimer Triathlon-Kalender ist der Schülertriathlon am Müggelsee, der morgen wieder gestartet wird (siehe weiterer Artikel). Feldmann denkt schon weiter: „Vielleicht gelingt es uns ja, irgendwann mal einen Zweitliga-Wettkampf in Hildesheim zu organisieren.“ Entsprechende Pläne gebe es. „Wir arbeiten daran, den Triathlon-Sport in Hildesheim noch attraktiver zu machen.“

TriAs-Nachwuchs auf den Spuren des Weltmeisters

Hildesheim (kai). Im Rahmen des Hamburg City-Man, einziges Rennen des Triathlon-Weltcups in Deutschland, wurde auch ein weiterer Lauf des Deutschland-Cups ausgetragen. Mit Platz 10 für Alexander Klatt bei den Junioren und Rang 12 für Arne Braumann in der Jugend A in dieser höchsten bundesweiten Sichtungsserie verbuchte der Nachwuchs von TriAs Hildesheim sein bisher bestes Ergebnis.

Die Akzente aus Hildesheimer Sicht auf der 750 m langen Schwimmstrecke setzte jedoch erstmal Jan-Luca Mölling.

Nach 9:20 Minuten in der Alster stürmte er durch die fast einen Kilometer lange Wechselzone zu seinem Rad, kurz danach Arne Braumann. Beide schafften den Sprung in die erste Radgruppe, die während der 22 Kilometer durch die Hamburger Innenstadt weiter anwuchs und fast alle Teilnehmer umfasste.

Weniger Glück hatte Florian Braumann: Nachdem er mehrfach Alsterwasser geschluckt hatte, musste er sich zurück an Land in aussichtsreicher Position übergeben und verpasste die Spitzengruppe. Notgedrungen machte er sich in einer Sechsergruppe auf die kraftraubende Verfolgung, ohne jedoch den Anschluss herstellen zu können.

Jan-Luca Mölling und Arne Braumann erreichten mit der großen Spitzengruppe die Wechselzone und gingen gemeinsam auf die Laufstrecke. Hier spielte Arne Braumann seine Stärke aus: In 17:15 spulte er die 5 km herunter belegte in 1:06:23 mit Rang 12 seines bestes Ergebnis im Deutschland-Cup. Jan-Luca Mölling kam in 1:08:12 auf Platz 20. Florian Braumann kämpfte sich in aussichtsloser Position auch über die Laufstrecke und finishte als 30. in 1:10:33.

Bei den Junioren erreichte Alexander Klatt den 10. Platz. Nach dem Schwimmen fast schon aussichtslos zurück, startete der TriAs-Neuzugang eine furiose Aufholjagd. Alleine beim ersten Wechsel nahm er der Konkurrenz zehn Sekunden ab. Auf dem Rad verkürzte er den Rückstand bis auf eine Minute auf die Spitzengruppe. Auch den zweiten Wechsel absolvierte er 10 Sekunden schneller als die Konkurrenz und zündete auf der Laufstrecke endgültig den Turbo: Mit einer Laufzeit von 16:34 schob er sich auf Rang 10 vor und erreichte in 1:03:15 das Ziel vor dem Hamburger Rathaus.

Sie waren damit zwar nicht ganz so schnell wie der Weltmeister von 2007, Daniel Unger, bei seinem erneuten Sieg im Weltcup in Hamburg. Dennoch kehrten die Nachwuchstalente von TriAs Hildesheim hoch zufrieden aus der Hansestadt zurück und bereiten sich nun auf die nächsten Wettkämpfe, darunter die Deutschen Meisterschaften am Schluchsee, vor.

TriAs-Starter beim Deutschland-Cup in Hamburg erfolgreich

Schon um 7:20 Uhr am Sonntagmorgen starteten die Junioren zum dritten von vier Rennen des Deutschland-Cups, welches im Rahmen des größten Triathlons der Welt in Hamburg stattfand. Von TriAs war diesmal nur Alexander Klatt – Lars Kaiser war erkrankt – als einziger Vertreter des niedersächsischen Landesverbandes dabei. Er finishte mit einer guten Laufleistung nach 1:03:15 h als Zehnter. Nur fünf Minuten nach den Junioren sprangen 40 Starter der Jugend A in die Alster. Von TriAs gingen hier Jan-Luca Mölling, Florian und Arne Braumann für den Landesverband an den Start. Nach 750 m Schwimmen, wurde auf der Radstrecke taktisch gebummelt. Es bildete sich so eine sehr große erste Radgruppe. Die Entscheidung fiel dann in einem harten Ausscheidungsrennen auf dem Laufabschnitt. Insgesamt konnten sich hier sechs Niedersachsen unter den ersten 20 platzieren. Schnellster TriAs-Starter war Arne Braumann mit einer Gesamtzeit von 1:06:23 auf Platz 12. Jan-Luca Mölling als 20. konnte sein bestes Ergebnis in diesem Jahr erzielen, obwohl er beim Schwimmen zuviel „Alsterwasser“ schlucken musste und deshalb fast eine halbe Minute auf dem 750 m langen Weg zum Rad einbüßte. Auch Florian Braumann hatte ähnliche Probleme und verpasste deshalb sogar die erste Radgruppe. Er beendete das Rennen auf Platz 30.

Arne Braumann überzeugt beim Triathlon in Halle

Licht und Schatten für TriAs Hildesheim

Hildesheim (kai). Arne Braumann überzeugte beim Auftakt des Deutschland-Cups im Rahmen des 20. Halle-Triathlons mit einem 14. Platz in der Jugend A, Alexander Klatt wurde 16. der Junioren. Jan-Luca Mölling, Lars Kaiser und Florian Braumann platzieren sich im Mittelfeld.

Das hat gepasst: In Halle an der Saale schwamm, fuhr und rannte Arne Braumann erstmals in die Punkteränge eines Deutschland-Cups. In dieser höchsten Nachwuchsserie der Deutschen Triathlon Union treffen die besten jugendlichen Triathleten Deutschlands aufeinander. Bereits beim Schwimmen, gestartet wurde zeigte sich der Andreaner entschlossen: Trotz eines unbeabsichtigten Ellbogenchecks eines Konkurrenten auf den Mund im Startgetümmel verlor auf den 750 m im Osendorfer See nur etwas mehr als eine halbe Minute auf die Spitze und wechselte in der dritten Gruppe zum Radfahren über 20 km. Diese wurde von einer weiteren Gruppe eingeholt, zusammen machten sie dann den Rückstand zur Spitze wett. Knapp 30 Athleten rauschten gemeinsam, in dieser Gruppe war nach guter Schwimmleistung auch Jan-Luca Mölling, über den zum Teil sehr holprigen Asphalt in die zweite Wechselzone am Kanuzentrum. Auf der schwierigen Laufstrecke über 5 km, die teilweise Cross-Charakter aufwies, musste Arne Braumann den Kontakt zur Spitze abreißen lassen. Dennoch freudestrahlend erreichte er mit seinem bisher besten Ergebnis im Deutschland-Cup nach 56:52 Minuten das Ziel als 14. der Jugend A (1991/92). Jan-Luca Mölling wurde 31. in 59:03, Florian Braumann kam nach 1:01:29 als 39. ins Ziel.

Im Rennen der Junioren (1989/90) bestimmte aus Hildesheimer Sicht beim Schwimmen erst Lars Kaiser das Rennen, verpasste nach einigen Problemen in der Wechselzone aber die zweite Radgruppe. Gemeinsam mit Alexander Klatt ging es über den Radkurs, ohne den Rückstand zur Spitze nennenswert verkürzen zu können. Auf der Laufstrecke schob sich Alexander Klatt dann noch auf den 16. Rang (56:36) vor, Lars Kaiser wurde 25. in 59:30.

Der nächste Wettkampf der vier Rennen umfassenden Serie, darunter auch als Finale die Deutsche Meisterschaft am Schluchsee, umfassenden Serie findet im hessischen Fritzlar Ende Juni statt.

HAZ: Gyöngyösi kennt Gefühl auf Treppchen

DM im Duathlon

Zufrieden kehrte Martin Gyöngyösi aus Lüchow von der Norddeutschen Meisterschaft im 10-km-Straßenlauf ins heimische Varel zurück. Noch zur Hälfte des Rennens (15:52) lag er im selbst gesteckten Zeitplan. Doch die heimlich erhoffte Qualifikationszeit für die Leichtathletik-Europameisterschaft der U23 (31:55) schaffte Martin Gyöngyösi nicht ganz. Nach guten 32:40 Minuten auf dem winkeligen Stadtkurs blieb die Uhr für den 19-Jährigen stehen. Unter 340 Teilnehmern erreichte er als Elfter der Norddeutschen Meisterschaft das Ziel auf dem Lüchower Amtshof. „Das war ein guter Testwettkampf“, beschied der lang aufgeschossene Norddeutsche, der demnächst wieder für TriAs Hildesheim agieren wird.
Doch vor dem Auftakt der 2. Triathlon-Bundesliga in Hannover-Limmer steht für Gyöngyösi noch ein wichtiger Wettkampf am Sonntag an. In Backnang geht es über 10 km Laufen, 40 km Radfahren und nochmals 5 km Laufen um die Deutsche Meisterschaft (DM) im Duathlon. Die weite Reise in die baden-württembergische Kleinstadt, 30 km nordöstlich von Stuttgart gelegen, nimmt der 19-Jährige gerne in Kauf, reist er doch als deutscher Vizemeister des vergangenen Jahres an.
Bis Mittwoch stand noch intensives Training auf seinem Plan, dann folgte die Erholung für die DM. Und das Gefühl, als Deutscher Meister den Zielstrich zu passieren, kennt Gyöngyösi auch schon: 2004 und 2005 siegte er bereits in der Jugend A. Warum nicht jetzt auch in der U23? Fit ist er schließlich.

TriAs Sponsor, Trainer und Athlet Christof Klocke in HAZ

Es ist nicht Christof Klockes Art, sich in den Vordergrund zu spielen – im Gegenteil: Dass der Hildesheimer Sport-Physiotherapeut eine Tennis-Größe wie Nicolas Kiefer trainiert, erfährt man von Klocke, wenn überhaupt, ganz nebenbei. „Wieso? Ist das so wichtig?“, fragt er.
Dabei ist es unter anderem Klockes Training zu verdanken, dass Kiefer am kommenden Wochenende für Deutschland im Davis-Cup-Viertelfinale gegen Spanien aufschlagen kann. Der Tennis-Crack aus Hannover plagte sich in jüngster Vergangenheit häufiger mit Verletzungen herum. Nun sei Kiefer wieder richtig fit, sagt Klocke. „Ich glaube, wir können von ihm einiges erwarten – Nicolas strotzt vor Energie.“
Christof Klocke arbeitet als Athletik-Coach beim Tennis-Bundesstützpunkt Nord in Hannover – eine seiner zig Aufgaben: Daneben betreibt der 36-Jährige seit acht Jahren in Hildesheim das Fitness-Studio Spirit Sport, kümmert sich gelegentlich um VfV-Kaderschwimmer wie Katharina Schiller und betreut obendrein noch das Mountainbike-Bundesligateam aus Bad Salzdetfurth.
An diesem Nachmittag erreicht Klocke gegen 16 Uhr den Tennis-Stützpunkt. Nicolas Kiefer, Newcomer Stefan Seifert, Deutschlands bester Juniorenspieler Jaan Brunken und einige andere warten schon auf den Hildesheimer. Bis eben war Kiefer relativ gut gelaunt, doch das ändert sich schlagartig, als plötzlich ein Mann mit einer Art Chemie-Baukasten unterm Arm in der Tür steht – der Doping-Kontrolleur.
Zwar gehören solche Besuche zum Alltag im Spitzensport, da aber die Fahnder unangemeldet auftauchen, nervt das Ganze. Sie bringen den Terminplan eines Nicolas Kiefer für den Moment durcheinander. Der Kontrolleur mit dem „Chemie-Baukasten“ will Urin, und wenn der Sportler nicht gleich auf Kommando für kleine Tennis-Profis kann, zieht sich das Prozedere in die Länge. Trotzdem: Was muss, das muss – also marschiert Kiefer auf die Toilette und sein Athletik-Trainer Klocke mit Brunken, Seifert und den anderen in den Gymnastik- und Kraftraum.
Vor etwa drei Jahren geriet Klocke durch einen Zufall in die Tennis-Szene. Eine Funktionärin warb ihn an. Er sollte das Athletik-Training im Bezirk übernehmen. Später mischte Klocke beim Niedersächsischen Tennisverband (NTV) mit, und als der NTV vor gut einem dreiviertel Jahr den Bundesstützpunkt Nord unter seine Fittiche nahm, wollten die Macher des Landesverbandes auf die Dienste des Hildesheimers nicht verzichten. „Ich bin da so langsam reingeschlittert. Richtig viel zu tun hatte ich vorher mit dem Tennissport eigentlich nicht“, erzählt Klocke.
Nicolas Kiefer (30) hat die Doping-Kontrolle hinter sich gebracht. „Kann los gehen“, sagt er und grinst als er in den Kraftraum kommt. Ruhig gibt Klocke einige Anweisungen. Die Athleten sollen auf einen gut 60 Zentimeter hohen Holzkasten hüpfen – dabei einbeinig abspringen und auf demselben Bein, mit dem sie abgesprungen sind, landen. Ziel ist es, nach dem Sprung möglichst sicher auf der Kiste zu stehen. Immer noch auf einem Bein, das andere bleibt angewinkelt. Eine kräftezehrende Angelegenheit. Besonders, da die Sportler nicht nur einmal, sondern gleich sechs-, sieben- oder achtmal hintereinander hüpfen und landen müssen.
Sie zittern und rudern
Kiefer, der Profi, steht mit seinen 1,82 Meter Körpergröße und 77 Kilogramm auch nach der letzten Übung wie eine Eins. Dagegen kämpfen einige jüngere Mitstreiter mit der Balance – ihre Knie zittern, und sie rudern mit den Armen. „Das macht das langjährige Training. Nicolas hat enorme Kraft“, sagt Klocke, und diese Athletik sei im Spitzensport mittlerweile unverzichtbar. Denn während eines Tennis-Matches werde das Gewicht oft nur auf ein Bein verlagert – bei Überkopfbällen, beim Return oder nach schnellen Drehungen. „Da müssen Gelenke, Muskeln und Bänder einiges aushalten.“
In den USA betreiben die echten Cracks schon seit etlichen Jahren intensives Athletik-Training, in Deutschland setzte sich diese Erkenntnis erst später durch. „Das Plus an Fitness spiegelt sich in der Weltrangliste wider – ein paar Spieler stehen recht weit oben, danach kommt eine ganze Weile gar nichts“, erläutert Klocke. Er glaubt, dass sich genau diejenigen in der absoluten Spitze halten, die sich genug um ihre Physis kümmern. „Reines Tennis-Training reicht nicht.“
Gerade Nachwuchssportler sollten darauf achten: Fifty-Fifty lautet bis zu einem gewissen Alter Klockes Richtwert: „50 Prozent Athletik-Training und 50 Prozent Ausbildung direkt am Schläger. Sind die Spieler erwachsen, kann sich das Ganze mehr und mehr zum eigentlichen Tennis-Training hin verlagern.“ So um die 20 Prozent Muskeltraining reichen dann aus. Es sei denn, ein Athlet arbeitet nach einer Verletzung an seinem Comeback oder ist gerade ziemlich anfällig.
Ohnehin gibt es kein wirkliches Patentrezept. Der eine entwickele sich körperlich schneller als der andere, und „der jeweiligen Konstitution wird auch der Trainingsplan angepasst“, sagt Klocke.
So ein Tennis-Spieler hat viele „Achillesfersen“. Die Schulter ist anfällig, der Rücken, außerdem die Sprunggelenke und Bänder in den Beinen. „Auch, weil die Bodenbeläge immer stumpfer werden. Das macht Tennis schneller, der Zuschauer soll lange, spektakuläre Ballwechsel zu sehen bekommen“, so Klocke. Dadurch bremsen die Spieler noch abrupter aus vollem Lauf ab – Gift für die Sehnen und Gelenke.
Klocke ist bei der Sache. „Ja, ich liebe diesen Job. Ich mache genau das, was ich immer machen wollte“, sagt er. Ob er sich auch vorstellen könne, einen Top-Spieler mal eine Zeitlang von Turnier zu Turnier zu begleiten? „Sicher wäre das reizvoll. Doch ich habe eine Frau und ein dreijähriges Kind. Die stehen an erster Stelle.“ Außerdem gibt es da noch die anderen Aufgaben – und nicht zuletzt sein Studio. „Das kann ich schlecht alles stehen und liegen lassen.“

TriAs Athleten mit TVN-Landeskader im Trainingslager auf Mallorca

In den Osterferien fand das Trainingslager des Triathlonlandeskaders Niedersachsen auf Mallorca statt. Von TriAs Hildesheim waren Martin Gyöngyösi, Alexander Klatt, Lars Kaiser, Jan-Luca Mölling, Florian und Arne Braumann dabei.

Gut untergebracht in einem vier Sterne Hotel blieben wir dort 14 Tage und absolvierten insgesamt 35 Einheiten. Zur Steigerung der Effizienz waren die teilnehmenden 25 Athleten in vier Radgruppen eingeteilt, die dann natürlich auch unterschiedliche Touren bewältigten. Die leistungsstärkste Gruppe absolvierte gut 800 km. Bei sonnigem Wetter und Temperaturen um 20 Grad bereitete dies trotz der damit verbundenen Anstrengung dennoch viel Spaß.

Ein weiterer Schwerpunkt des Trainings lag im Schwimmen. Im hoteleigenen Hallenbad mit 25 m Bahn wurden in 10 Trainingseinheiten bis zu 45 km zurückgelegt. Insgesamt waren die Trainer mit den Leistungen der Athleten recht zufrieden, stellten jedoch Mängel in der allgemeinen Athletik fest, was schließlich dazu führte, dass auch in diesem Bereich vier einstündige Trainingseinheiten am Strand zu absolvieren waren.

Bei dieser Gesamtbelastung blieb für das Laufen nicht soviel Zeit, was jedoch durch höheres Tempo in den recht kurzen Einheiten ausgeglichen wurde. So verblieben am Ende noch zwei halbe und ein ganzer Ruhetag, die nicht nur zum Ausruhen genutzt wurden. Es fanden sich noch Teilnehmer für Strandfußball. Neben all dem Sport kam auch die Geselligkeit nicht zu kurz. So konnten die bereits bestehenden Freundschaften zu Athleten anderer Vereine noch vertieft werden.

Alles in allem waren diese zwei Wochen – durch das Wetter begünstigt – ein gelungenes Trainingslager in der Saisonvorbereitung. Schweren Verletzungen oder Stürze mit Folgen waren nicht zu beklagen. Da wurden die diversen Infekte und kleineren Verletzungen locker weggesteckt.

Den begleitenden Landestrainern André Albrecht und Daniel Wienbreier möchte ich im Namen der Hildesheimer Athleten recht herzlich danken. Insbesondere Daniel, als ausgebildeter Physiotherapeut, war auch abends noch bereit, kleinere Verletzungen erfolgreich zu behandeln.